Warum?

Beim Philosophieren geht es primär um Grunderfahrungen der menschlichen Existenz.

Zahlreiche Kinderbücher erzählen über derartige Fragen und Probleme und regen Kinder zum Nachdenken an. In diesem Sinne wirkt Philosophieren unterstützend bei der Bewältigung grundlegender Fragen in der kindlichen Entwicklung.

Beim Philosophieren werden Gedanken geklärt und Dialogfähigkeit geübt (klares Ausdrücken, aktives Zuhören, kritisches Hinterfragen). So betrachtet, ist das gemeinsame Philosophieren ein wesentliches Mittel, um innerhalb der Familie wechselseitigen Respekt, Offenheit und Toleranz zu fördern, sowie Vertrauen und Verständnis zu stärken. 

 

Nicht zuletzt erzeugt Philosophieren Kreativität, Interesse und Lust an den verschiedensten Gedankenexperimenten. Wir leben in einer Zeit des rasanten Wandels, was gestern gültig war, kann morgen schon überholt sein. Diese Veränderungen betrifft vor allem auch die Sinn und Orientierung gebenden Werte und Normen. Wer heute und morgen sein Leben bewusst und selbstverantwortlich führen will, muss fähig sein, kritisch und kreativ immer neue, eigene Wege zu finden. Wer mit Kindern philosophiert, erzieht sie (und sich!) zu sorgfältig, differenziert und selbständig denkenden Menschen, die verantwortungsbewusst und mutig zu handeln wissen.



Wie?

"Durch geschicktes Fragen Geburtshilfe leisten für die Weisheiten der Kinder." Kinderphilosophin Eva Zoller - morf

Fragen aus der Lebenswelt der Kinder sind die Ausgangslage des dialogischen Denkens zwischen Kindern und Erwachsenen. Dabei ist der Motor des Philosophierens das Staunen über die Welt. Kinderphilosophin Eva Zoller Morf beschreibt die Grundtechniken des Philosophierens so:

- Beharrlich an der gewählten Frage bleiben und sie von vielen Seiten beleuchten.

- Selbstverständliches nochmals mit neuen Augen ansehen und sich fragen: Ist es wirklich so, wie ich es bisher gesehen oder verstanden habe? Dazu gehöre, dass man fragt, hinterfragt und weiterfragt.

- Meinungen aller Beteiligten anhören und nach Gründen suchen, die die Ansichten stützen oder aber auch in Frage stellen könnten.

- Immer wieder die Wörter und Begriffe, die man benutzt, klären: Wer versteht eigentlich genau was unter einem bestimmten Ausdruck?

"Nicht zuletzt spielt die Phantasie eine wichtige Rolle, denn wer nur nachdenkt über bereits Gedachtes, wird kaum je zu den VordenkerInnen gezählt werden können." 

 

Die Grundtechniken des philosophischen Gesprächs sind im Buch "Selber denken macht schlau" von Eva Zoller Morf (CHF 29.-) ausführlich beschrieben. (Für die Bestellung einfach die Option "Einzelnes Buch" anwählen und den Titel bei Bemerkungen erwähnen)


Worüber?

Beim Philosophieren gibt es keine Grenzen. Besonders fällt das neugierige Fragen bei Kindern auf. Kinder stossen auf Fragen, die wir für uns schon längst beantwortet haben und finden dabei Antworten die kreativer nicht sein könnten, wenn wir Sie nur lassen. Oft geraten wir als Eltern aber in Erklärungsnot und denken wir sollten unseren Kindern doch Antworten geben, damit sie etwas lernen. Auch wenn wir oft selbst gar keine Antwort wissen, weil es vielleicht auch keine (wissenschaftliche) gibt, fühlen wir uns dennoch dafür verantwortlich.

Aber ist das wirklich immer sinnvoll und lehrreich, alle Fragen unserer Kleinen einfach zu beantworten? Wissen wir Erwachsenen denn wirklich immer alles besser als unsere Kinder oder halten wir den leeren Raum oftmals selber nicht aus, weil die Frage auch uns gerade zum Nachdenken gebracht hat? Welche Alternative gibt es? Halten wir doch selbst einen Moment inne und überlegen wir uns Warum das Kind uns diese Frage stellt, um dann gemeinsame auf die Suche einer möglichen Antwort zu gehen.

Wahrnehmung

 Toleranz/Streit

Phantasie/

Wirklichkeit

Normen/Moral

Schlaf/Traum

Werte/Sinn

Sprache/Denken